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Aroniabeere

Aroniabeeren

Aronia oder Apfelbeere

 

Die Aronia ist unter den Beeren ein antioxidativer Superstar. Ihr Gehalt an Polyphenolen ist bemerkenswert und übertrifft den aller heimischen Beeren. Zu den Polyphenolen zählen z. B. die Antocyane, die der Aronia ihre kräftige Farbe verleihen. Diesen Inhaltsstoffen sind wahrscheinlich die folgenden positiven Wirkungen zu verdanken:

  • stark entzündungshemmende Wirkung bei Harnwegserkrankungen (stärkere Wirkung als Cranberries) und Infektionserkrankungen, bei Herzkreislauferkrankungen,
  • Stärkung des Immunsystems,
  • Ausleitung von Schadstoffen aus dem Körper.

Aronia zählt zu den Rosengewächsen und sind ein Kernobst, wie der Apfel. Aber ihr Aussehen gleicht dem einer Beere.

Aronia schmeckt säuerlich-herb.

Ursprünglich stammt Aronia aus dem Osten Nordamerikas. In Osteuropa sind sie seit über 50 Jahren als Heilpflanze bekannt und erforscht. Auch im Osten Deutschlands wird sie seit 1976 angebaut. Sie ist eine unkomplizierte Pflanze, die wenig anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten ist.

 

Durch Studien nachgewiesene Wirkungen

Aronia findet Anwendung bei Herzkreislauferkrankungen. Sie wirken gefäßerweiternd und regulieren einen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck. Auch bei Thrombosegefahr werden sie verwendet, denn Aronia verbessert den Blutfluss. Die kleinen „Beeren“ senken den Cholesterinspiegel und verbessern die Durchblutung in Beinen und Armen.

Mit ihrer anti-entzündlichen Wirkung hilft Aronia bei Infektionskrankheiten, wie Lungenentzündung oder Entzündungen im Hals und Rachenraum.

Außerdem hat man herausgefunden, dass Aronia bei der Ausleitung von Schwermetallen aus dem Körper helfen. 2003 wurde nachgewiesen, dass durch den hohen Anteil von Anthocyanen in Aronia Cadmium aus dem Körper entfernt werden konnte. Darüber hinaus wurde entdeckt, dass Aronia dabei unterstützt, radioaktives Strontium auszuscheiden, weshalb sie bei Strahlenkrankheit eingesetzt wurden.

Weiterhin schützt Aronia die Magenschleimhaut vor Schäden. Gerade wenn z. B. Schmerzmittel eingenommen werden müssen, die die Magenschleimhaut schädigen können, kann der begleitende Verzehr von Aronia sinnvoll sein.

Studien zeigen auch, dass bei Harnwegsinfektionen, deren Hauptverursacher Bakterien sind, mit Aronia die infektionsverursachenden Bakterien noch effektiver in ihrem Wachstum gehemmt werden, als mit Cranberries. Grund ist wahrscheinlich der hohe Chinasäuregehalt der „Beeren“, eine Fruchtsäure, die .auch in Cranberries, Äpfeln, Heidelbeeren und Brombeeren vorkommt.

Zur Diskussion steht auch eine positive Wirkung bei Allergien. Es wird vermutet, dass allergische Reaktionen durch die Inhaltsstoffe der „Beeren“ abgeschwächt werden könnten.

 

 

Inhaltsstoffe:

Polyphenole

Die Hauptwirkungen der Aronia beruhen wahrscheinlich auf deren hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, die auch als Polyphenole bezeichnet werden. Dazu gehören die:

Anthocyane, Proantocyanidine

Sie gehören zu den Farbstoffen, den Flavonoiden. Vergleicht man Aronia mit Blaubeeren, Holunderbeeren und roten Weintrauben, liegt der Proantocyanidin-Anteil in der Aronia mit sehr hohem Abstand an der Spitze. Der Anthocyan-Gehalt ist ebenfalls von allen genannten Beeren bei der Aronia am Höchsten.

 

Die Aroniabeere darf sich zu Recht Superfood nennen.

 

 

Verwendung

Aronia ist im Handel als gefriergetrocknetes Pulver erhältlich. Dieses kann leicht in Smoothies integriert werden.

Auch als getrocknete Beeren oder als Saft bietet der Handel die Aronia an.

 

Als Tee: Getrocknete Beeren kann man in einem Mixer grob schroten, mit heißem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen und dann die Beeren entfernen. Man verwendet 2 Teelöffel der geschroteten Beeren auf eine große Tasse.

Das Pulver können sie im Müsli, in Desserts verwenden oder natürlich ebenfalls im Smoothie.

Den Saft mischt man am besten in Smoothies oder mit anderen Säften, denn er schmeckt sehr herb.

Auch die getrockneten Beeren können geschrotet im Smoothie untergebracht werden. Dazu werden die Beeren zunächst in einem Mixer fein geschrotet. Danach einfach die übrigen Smoothie-Zutaten in den Mixer hinzugeben.

 

 

Rezepte:

Tomaten-Aronia Aufstrich

Smoothie

Veganer Käsekuchen ohne Backen