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Granatapfel

Granatapfel

Granatapfel

 

Der Granatapfel ist eine sehr alte, mit vielen Mythen belegte Frucht. Die Heimat des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien. Heute wird er auch im Mittelmeerraum, in Spanien und Italien und der Türkei, angebaut.

Saison hat der Granatapfel von Oktober bis Januar. Die Frucht ist im Inneren mit vielen saftigen, dunkelroten Kernen gefüllt. Diese Kerne haben einen süß-säuerlichen, herben Geschmack.

 

Gesunde Inhaltsstoffe

Der Gehalt des Granatapfels an sekundären Pflanzenstoffen ist dreimal so hoch wie in Rotwein und stellt sogar den Blaubeeren in den Schatten. Viele der sekundären Pflanzenstoffe wirken als Antioxidantien. Diese schützen unsere Zellen vor Schäden.

Einer Gruppe der im Granatapfel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind die Flavonoide. Ihnen sagt man nach, dass sie Schutz vor Arthrose, Herzerkrankungen und Krebsarten, wie Prostatakrebs und Brustkrebs, bieten. Ergebnisse aus einer Studie von 2013 haben gezeigt, dass einige Flavonoide das Brustkrebsrisiko bei Frauen, die in der Menopause sind, senken. Für Frauen, die sich vor der Menopause befinden, war ein entsprechender Effekt des Granatapfels nicht nachzuweisen. Eine andere Studie von Ende 2012 bestätigt den positiven Einfluss von Flavonoiden auf den Blutdruck.

Aber es fehlen der Wissenschaft noch viele Kenntnisse über die Bedeutung und Wirkung einzelner sekundärer Pflanzenstoffe. Man geht aber davon aus, dass sekundäre Pflanzenstoffe im Verbund ihre Wirkung auslösen.

Deshalb empfehle ich den vielfältigen Verzehr von Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten, Samen, Vollkornprodukten und nicht den Ersatz durch einzelne Pülverchen oder sonstigen (künstlich hergestellten) Nahrungsergänzungsmittel. Essen sie bunt!

Der Granatapfel ist ein Lebensmittel, das einen wertvollen, hochwertigen Beitrag zur gesunden Ernährung liefert.

 

Wie sie an die Kerne des Granatapfels herankommen:

Zuallererst: Ziehen Sie eine Schütze an! Der Saft ist stark färbend und die Flecken lassen sich nur schwer wieder entfernen.

Bevor Sie die Granatapfel-Kugel aufschneiden, rollen Sie sie mit Druck auf Ihrer Arbeitsfläche und lockern damit die Kerne. Schneiden Sie den Granatapfel mittig durch, am besten über einer Schüssel, denn es kommt ihnen auch gleich Saft entgegen. Dann drücken Sie von der Schalenseite jeweils eine Hälfte des Granatapfels zusammen (so als würden Sie eine halbe Orange auspressen) und die Kerne fallen zum größten Teil in die Schüssel. Die restlichen Kerne mit einer Gabel herauspuhlen.

Wenn Sie die saftigen Kerne verwenden wollen, sollten Sie die weißen Häutchen, die zum Teil mit heraus gelöst wurden, aussortieren.

Zur Herstellung von Saft aus den Kernen, brauchen sie die Häutchen nicht aussortieren. Füllen sie kleinere Portionen der Kerne in eine Kartoffelpresse und quetschen diese aus. Für Smoothies verwenden sie am besten nur den Saft. Sonst werden diese zu kernreich, da die Mixermesser die Kerne nicht gut zerkleinern.

Granatapfel wird auch als Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln, als teurer sogenannter Muttersaft, angeboten, ist aber in den Wintermonaten auch ganz natürlich als Frucht erhältlich.