Die Kartoffel hat oft einen schlechten Ruf, wenn es ums Abnehmen geht. Zu Unrecht: Sie enthält zwar Kohlenhydrate, liefert aber mit nur etwa 70 kcal pro 100 g vergleichsweise wenig Energie und kann durch ihre gute Sättigung sogar beim Gewichtsmanagement helfen.
Kalorienvergleich beliebter Beilagen
| Beilage | Portion | Kalorien |
|---|---|---|
| Vollkornnudeln | 80 g (trocken) | ca. 270 kcal |
| Reis | 150 g gekocht | ca. 190 kcal |
| Quinoa | 50 g | ca. 180 kcal |
| Kartoffeln | 200 g gekocht | ca. 140 kcal |
Mehr als nur eine Beilage
Kartoffeln liefern nicht nur Energie, sondern auch wichtige Nährstoffe wie:
Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe, Eiweiß
Besonders interessant: In Kombination mit Ei entsteht eine Eiweißqualität mit sehr hoher biologischer Wertigkeit.
Resistente Stärke – gut für den Darm
Erst durch das Kochen wird die Stärke der Kartoffel für den Menschen verdaulich. Werden gekochte Kartoffeln anschließend abgekühlt, bildet sich ein Teil der Stärke zu sogenannter resistenter Stärke um.
Diese wirkt ähnlich wie ein Ballaststoff und dient den nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Dadurch kann die Darmgesundheit unterstützt werden. Dieser Effekt tritt übrigens auch bei gekochtem und anschließend abgekühltem Reis oder Nudeln auf.


Kartoffeln richtig lagern
Damit Kartoffeln lange frisch bleiben, sollten sie:
- dunkel gelagert werden,
- bei etwa 8 °C aufbewahrt werden,
- möglichst nicht im Kühlschrank liegen.
Werden Kartoffeln zu warm oder zu hell gelagert, können grüne Stellen entstehen oder die Knollen beginnen zu keimen. Dann bildet sich vermehrt Solanin, ein natürlicher Pflanzenschutzstoff, der gesundheitsschädlich sein kann.
Wichtig:
- Kleine grüne Stellen großzügig entfernen.
- Stark grüne oder stark gekeimte Kartoffeln entsorgen.
- Solanin wird durch Kochen nicht zerstört.
Fazit
Die Kartoffel ist kein Dickmacher, sondern ein vielseitiges und nährstoffreiches Lebensmittel. Richtig zubereitet und gelagert kann sie ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen und gesundheitsfördernden Ernährung sein.