Leindotteröl oder Leinöl – wo liegt der Unterschied?

Leindotteröl oder Leinöl – wo liegt der Unterschied?

Leindotteröl und Leinöl werden häufig verwechselt. Tatsächlich stammen sie jedoch von unterschiedlichen Pflanzen und unterscheiden sich sowohl im Geschmack als auch in ihrer Zusammensetzung.

Leindotteröl – mild und würzig

Leindotteröl wird aus den Samen des Leindotters (Camelina sativa) gewonnen, einer Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Geschmacklich erinnert es leicht an Erbsen und frische Kräuter.

Besonders wertvoll ist sein Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere an Alpha-Linolensäure. Allerdings enthält Leindotteröl etwas weniger davon als Leinöl.

Da die empfindlichen Fettsäuren durch Hitze geschädigt werden, eignet sich Leindotteröl ausschließlich für kalte Speisen wie Salate, Dips oder Rohkostgerichte. Nach dem Öffnen sollte es im Kühlschrank gelagert und innerhalb von etwa zwei Monaten verbraucht werden.

Leinöl – der Omega-3-Klassiker

Leinöl wird aus den Samen des Flachses (Leinsamen) gepresst. Es hat eine goldgelbe Farbe und einen leicht nussigen bis heuähnlichen Geschmack.

Seine Besonderheit ist der sehr hohe Gehalt an Alpha-Linolensäure, einer essenziellen Omega-3-Fettsäure. Damit gehört Leinöl zu den besten pflanzlichen Omega-3-Quellen überhaupt. Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren kann unter anderem eine entzündungshemmende Ernährung unterstützen.

Auch Leinöl sollte ausschließlich kalt verwendet werden, beispielsweise für Salate, Quarkspeisen oder Müslis. Es ist ebenfalls nur begrenzt haltbar und sollte dunkel und kühl gelagert werden.

Welches Öl enthält mehr Omega-3?

ÖlAnteil Alpha-Linolensäure (Omega-3)
Leinölca. 60 %
Leindotterölca. 40 %
Rapsölca. 7–10 %

Leinöl ist damit der Spitzenreiter beim Omega-3-Gehalt. Leindotteröl bietet ebenfalls eine gute Versorgung und punktet zusätzlich mit seinem milden, würzigen Aroma.

Zum Braten geeignet?

Weder Leinöl noch Leindotteröl sind hitzestabil. Beide sollten ausschließlich für kalte Gerichte verwendet werden.

Zum Braten und Backen eignet sich dagegen Rapsöl deutlich besser, da es hitzebeständiger ist und trotzdem wertvolle ungesättigte Fettsäuren liefert.

Fazit

Sowohl Leinöl als auch Leindotteröl sind hochwertige Pflanzenöle und eine Bereicherung für die gesundheitsbewusste Küche. Wer möglichst viel Omega-3 aufnehmen möchte, greift zu Leinöl. Wer einen etwas milderen und würzigeren Geschmack bevorzugt, findet im Leindotteröl eine interessante Alternative.

Tipp: Ein Esslöffel Lein- oder Leindotteröl über Salat, Gemüse oder Quark ist eine einfache Möglichkeit, die tägliche Ernährung mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren zu ergänzen.

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