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Fisch essen

Wie gesund ist Fischessen heute noch?

Welchen gesundheitlichen Nutzen hat der Verzehr von Fisch?

Fisch enthält Omega 3 Fettsäuren, die unser Körper z. B. für die Erhaltung der Gehirnfunktion, ein gesundes Immunsystem und zum Aufbau von Zellwänden, Hormonen und Enzymen benötigt.

Omega 3 Fettsäuren kommen auch in Nüssen, Ölsaaten und Ölen wie Leinöl, Hanföl, Chiaöl, Rapsöl, Walnussöl vor. Aber die Omega 3 Fettsäuren in Fischen unterscheiden sich von den Omega 3 Fettsäuren in Ölsaaten und Nüssen. Sie sind langkettige Fettsäuren und heißen EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) abgekürzt. Diese sind vorrangig in fettreichen Seefischen oder Algen zu finden.

Gegenspieler zu den Omega 3 Fettsäuren sind die Omega 6 Fettsäuren, die in Soja, Sonnenblumenkernen, Sonnenblumenöl, Distelöl, sowie Fleisch reichlich vorkommen.

Der menschliche Körper kann Omega-3-Fettsäuren und Omega 6 Fettsäuren nicht selbst herstellen, weshalb wir sie über die Nahrung zuführen müssen. Sie werden daher auch als “essenzielle Fettsäuren” bezeichnet. Diese Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren braucht der Mensch in einem bestimmten Verhältnis (5:1 Omega 6 zu Omega 3). Heute beträgt dieses Verhältnis in der durchschnittlichen Bevölkerung ca. 15:1. Da Fisch viel Omega 3 enthält, hilft er bei regelmäßigem Verzehr das Verhältnis in ein günstigeres Verhältnis (5:1) umzukehren und den Körper bei seinen normalen Funktionen im Gleichgewicht zu halten.

Nun zum Problem bei Fisch:

Die weltweiten Fischbestände schrumpfen, nur noch wenige sind in einem guten Zustand. Damit sie sich erholen können, sollten Verbraucher möglichst zu Fisch aus nachhaltigem Fang greifen. Zur Orientierung haben die Verbraucherzentralen daher die Liste "Guter Fisch" für nachhaltigen Fischkauf erstellt.  https://www.verbraucherzentrale.de/guter-fisch

Ist Lachs essen noch gesund?

Bei Lachs aus Aquakulturen spielt das Futter und die Haltungsbedingungen eine entscheidende Rolle.

Das in konventionellen Aquakulturen verwendete Futter, besteht zu ca. einem Drittel aus Fischöl und Fischmehl und zu zweidritteln aus pflanzlichen Bestandteilen. In freier Wildbahn ernährt sich Lachs, der ein Raubfisch ist, von Garnelen, Krebstieren und anderem Fisch.

Die pflanzliche Nahrung der Zucht Lachse hat zur Folge, dass sie deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren enthalten. Die Fettsäurezusammensetzung verändert sich deutlich. Dieses Pflanzenmaterial im Fischfutter enthält vor allem Omega-6-Fettsäuren. Von denen nehmen Menschen aber ohnehin schon sehr viel auf. Wie viel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren der angebotene Lachs enthält, wird nicht überprüft.

Dazu kommt, dass Futter für Fischfarmen haltbar gemacht werden müssen, da Fett, besonders die Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren schnell oxidieren, also schnell verderben. Deshalb werden dem Futter Antioxidantien zugesetzt. Darunter das Mittel Ethoxyquin. Dies ist seit 2020 verboten, weil es Erbgutschäden hervorruft.

Eine positive Nachricht ist, dass der Verbrauch an Antibiotika für Zucht- Lachse gesunken ist. Denn die jungen Lachse werden geimpft, bevor sie in die Meeresgehege gesetzt werden. Der Impfstoff gilt als unproblematisch.

Wildlachs als Alternative?

Wildlachs ernährt sich von Garnelen, Krebsen, kleinen Fischen und dadurch erhält das Fleisch seine hellorange Farbe. Zucht-Lachs bekommt synthetische Farbstoffe mit dem Futter zugeführt, damit sein Fleisch die typische Farbe erhält, die wir mit Lachs verbinden.

Er kann sich frei bewegen und hat dadurch festeres Fleisch.

Auch der Fettgehalt unterscheidet sich erheblich. Wildlachs enthält nur ein Drittel so viel Fett wie Zuchtlachs und enthält mehr Mineralstoffe z.B. Vitamin D und weniger Schadstoffe. Da sich Schwermetalle vermehrt im Fettgewebe ablagern, das im Zucht-Lachs höher ist.

Lachsforelle als Alternative?

Die Lachsforelle, ist ein Süßwasserfisch und gehört, wie alle Forellenarten, zur Familie der Lachsfische.

Die Forelle bekommt bei der Zucht in Aquakultur Futter mit einem natürlichen Farbstoff, der aus Bachflohkrebsen und anderen Kleinkrebsen gewonnen wird.

Forellen gehören zu den fettreicheren Fischen und enthalten einen hohen Omega 3 Fettsäure Anteil. Der Omega 3 Fettsäure Anteil ist ebenfalls abhängig vom Futter. Lachsforellen werden auch in Deutschland z.T. nachhaltig mit gutem Futter gezüchtet. Sie können eine Alternative zu Zucht oder Wildlachs sein.

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